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Die Suche nach versteckten Belastungen taucht immer dann auf:
Normalerweise findet der ausgebildete Schimmelsuchhund an Hand des Geruchs die Stelle an der Wand oder dem Fußboden, die vom
Schimmel befallen ist. Da es sich um ein Lebewesen handelt, kann man die erfolgreiche Suche nicht vertraglich absichern. Falls z.B.
der mikrobielle Befall des Pilzes ziemlich neu oder äußerst geringfügig ist oder sich aus einem anderen Grund nicht entfalten kann,
ist es möglich, dass der Hund es nicht aufspüren kann.
Sicherheitshalber lassen wir normalerweise einen zweiten Hund den Gegencheck machen.
Der Hundeführer bildet mit seinem Hund ein Arbeits-Team. Er kennt die besonderen Eigenarten und Verhaltensweisen seines Hundes und kann aus diesem Grund schnell Rückschlüsse ziehen, wann, wo und in welchem Maße sein Suchhund Schimmel aufgespürt hat. Die Methode ist ähnlich der Ausbildung zu Drogenhunden oder anderen Suchhunden. Im Training werden kleine Schimmelproben versteckt, die der Schimmelsuchhund meist schnell aufspürt und anzeigt. Ist er fündig geworden, zeigt er die betroffenen Stellen an, dies kann verschieden ablaufen. Unsere Hunde setzen sich, sobald sie Schimmel entdeckt haben. Der Hund wird belohnt und für ihn ist das Ganze ein wunderbares erfolgreiches Suchspiel. Nach dem Anzeigen des Schimmels, können die Schimmelsachverständigen dort Proben entnehmen.
Geeignet ist nur ein gesunder wesensstarker Hund, der sehr motiviert und neugierig ist, mit gutem Sozialverhalten und freundlichem offenen Wesen. Wichtig ist in jedem Fall zu prüfen, ob der Hund auch Spaß an dieser Arbeit hat. Nur so wird er tatsächlich zum Schimmelsuchprofi.
Nein:
Während der Trainingszeit riecht der Hund den Schimmel durch einen Hepafilter, der die Sporen zurückhält und nur den spezifischen Geruch durchlässt. Später in der Praxis ist es Tatsache , dass der Hund sich nicht all zu lange in den Gebäuden aufhält und der Hundeführer darauf achtet, dass sein Hund das Riechen an offen liegendem Schimmel vermeidet. Mit dem verdeckten Schimmel, den der Hund suchen soll, kommt er kaum in Kontakt, es reicht nicht aus, um den Hund zu gefährden. Der Mensch hingegen wohnt oft über Monate oder gar Jahre in diesem ungesunden Klima und entwickelt dadurch leicht Allergien und andere Krankheiten. Natürlich ist es möglich, dass die Menschen, die täglich über Stunden mit Schimmel arbeiten, also Gutachter oder Schimmelsanierer eher gesundheitlich gefährdet sind. Somit ist der Tierschutz in diesen Fällen irrelevant.
Nach einer mehrmonatigen Grundausbildung erfolgt die Spezialausbildung als Schimmelsuchhund, die in einem Zeitraum zwischen 8 Monaten bis zu 18 Monaten liegen kann. Wichtig ist auch nach der Ausbildung das fortdauernde Training des Hundes und des Hundeführers.
Wenn der Schimmelsuchhund Schimmel anzeigt, liegt normalerweise verdeckter Schimmelbefall in der Bausubstanz vor. D.h. im Fußboden, unter Teppich, Parkett, hinter Fußleisten, hinter Tapeten etc. oder der Schimmel wurde an der Wand einfach mit Farbe überstrichen.
In seltenen Fällen kann es vorkommen, dass der Suchhund Schimmel anzeigt, obwohl die Bausubstanz in Ordnung ist. Das ist dann der Fall, wenn z.B. Biomüll oder Blumenerde von Zimmerpflanzen Schimmel angesetzt haben. Diese sind dann unverzüglich zu entfernen. Deshalb wird vorher darauf hingewiesen, dass Bio- und Restmüll, sowie Topfpflanzen, soweit möglich, aus den zu untersuchenden Räumen entfernt werden, während der Schimmelspürhund arbeitet.
Um bei einem angezeigten Schimmelbefall ganz sicher zu wissen, um welche Art von Schimmel es sich handelt, sollten die abgenommenen Proben im Labor nachgewiesen und bestimmt werden.
Wenn der Schimmelsuchhund einen Schimmelpilzbefall anzeigt, werden diese Stellen markiert.
Wenn Schimmelpilzbefall angezeigt wird, sollte geklärt werden, um welche Schimmelpilzarten es sich handelt und wie gefährlich diese sind.
Davon hängt ab, ob und wie saniert werden muss. Unser Experte für Schimmelerkennung erklärt die weitere Vorgehensweise und gibt nützliche
Tipps zur Vermeidung von Schimmelbefall.
Bei massivem Schimmelbefall können Baubiologen oder Schimmelpilzsanierungsbetriebe hinzugezogen werden, die Auskunft darüber geben, ob bzw. welche
Sanierungsmaßnahmen eingeleitet werden sollten.
Diese sind auf die Beseitigung von Schimmelpilzschäden spezialisiert.
Es werden Proben entnommen, die in einem Labor für Analytik untersucht werden.
Anhand von Schadstoffen in Innenräumen und an Gebäuden wird geklärt, um welche Schimmelpilzart es sich handelt. Durch die Bestimmung
kann die wirkliche Ursache der Entstehung des Schimmels festgestellt werden.
Türen schließen:
Trennen Sie in der Wohnung die Räume nach geheizt oder ungeheizt, bzw. feucht und trocken, damit keine feuchtwarme Luft in
kalte Räume zieht und dort kondensiert und zu Tauwasserbildung an kühlen Flächen führt. Halten Sie die Türen geschlossen.
Häufiger Fehler beim Lüften:
Fenster bitte nicht dauernd kippen. Der Luftaustausch ist ungenügend und die Wände kühlen aus, bei
mäßigem Lüftungserfolg. Bei eifrigem Kipplüften wird sich an der Fassade über dem Fenstersturz
Schimmelpilz bilden. Wenn möglich, lüften Sie quer, ansonsten ist Stoßlüften (Fenster weit auf , mehrmals tägl. für 10 Min.) besser.
Unser Leben erzeugt viel Wasser in der Raumluft: Duschbad/Wannenbad: ca. 1000 - 2000 g- Wäsche (4,5 kg geschleudert): ca.1000-1500 g- Kochen (ohne Deckel):500 -1000g /Std.- Spülmaschine: ca.200g je Spülgang- Zimmerpflanzen: je nach Blattoberfläche 5 -20g /Std.- Mensch (Atemluft):ca.20-50g /Std. - Evtl. mit Luftentfeuchtungsgerät nachhelfen.
Raumluftfeuchte beachten:
Überwachen Sie die Raumluftfeuchte, ein preiswertes Hygrometer genügt vollkommen. das Optimum liegt bei 50% relativer
Luftfeuchte.
Heizen nicht vergessen:
Wand- und Deckenflächen müssen erwärmt werden, um nicht unter die Taupunkttemperatur zu fallen, ohne Heizen geht das nicht.
Darum ist es besser Möbel nicht ganz nah an Außenwände zu stellen, weil dann weder Wärmestrahlung noch Luftzirkulation
dort hinkommen.